Verabschiedung Haushalt  21.12.2022

Viel Unterstützung für Handwerksbetriebe

Die Zukunftsinitiative „Handwerk 2025“ wird fortgeführt, die Bildungsstätten des Handwerks erhalten dagegen weniger Mittel statt des dringend benötigten Plus – der Landeshaushalt für die Jahre 2023 und 2024 hat aus Sicht des Handwerks Positives, aber auch Enttäuschendes zu bieten.


„Wir freuen uns, dass unsere Zukunftsinitiative „Handwerk 2025“ auch in den kommenden Jahren fortgeführt und sogar mit zusätzlichem Budget ausgestattet wird. Mit zahlreichen Angeboten für die Handwerksbetriebe hat das Programm bereits tausende Betriebe erfolgreich unterstützen können. Auch der in diesem Jahr neu hinzugekommene Schwerpunkt Nachhaltigkeit – neben den bekannten Säulen Personal, Strategie und Digitalisierung – wird von den Betrieben gut nachgefragt.

Enttäuschend ist hingegen, dass im neuen Haushalt die Bildungsstätten des Handwerks nicht ausreichend berücksichtigt werden. Die Zentren leisten einen entscheidenden Beitrag bei der Aus- und Weiterbildung aktueller und künftiger Fachkräfte. Ihre Finanzierung wird anteilig von Bund, Land und den Handwerksorganisationen übernommen. Damit diese auch in Zukunft ihren Aufgaben gerecht werden können, müssen sie in einem guten baulichen Zustand und mit einer zeitgemäßen Ausstattung versehen sein. Hier wären zusätzliche Gelder nötig gewesen, stattdessen wurden die Mittel wurden sogar um 300.000 Euro pro Jahr gekürzt. Die Fachkräfteausbildung hätte mehr Unterstützung verdient.

Dagegen sehen wir es als ein Signal der Wertschätzung des handwerklichen Nachwuchses, dass Meisterprämie und Meistergründungsprämie weitergeführt werden. Dies zeigt die Anerkennung der Leistung insbesondere unseres Handwerksnachwuchses. Auf dem Weg zur Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung kann die Landesregierung jedoch noch einiges aufholen.“