3. Quartal 2018  14.12.2018

Viele Baubetriebe operieren über ihrer Kapazität

Der Umsatz im zulassungspflichtigen Handwerk in Baden-Württemberg ist im dritten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,1 Prozent gestiegen - so das Ergebnis der vierteljährlichen Handwerksberichterstattung des Statistischen Landesamts. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (+4,7%) fiel der Umsatzzuwachs etwas geringer aus.


Besonders deutlich waren die Unterschiede beim Bauhauptgewerbe. Landesweit stieg der Umsatz nur um 7,9 Prozent, bundesweit jedoch um 10,9 Prozent. Auch im Ausbaugewerbe schnitt das Land mit 3,6 Prozent Zuwachs schlechter ab als der Bundesdurchschnitt mit 4,9 Prozent plus. Hier zeigt sich die hohe Auslastung der Betriebe im Land. Da viele Betriebe schon oberhalb der Kapazitätsgrenze arbeiten, sind große Umsatzsteigerungen durch Mehrarbeit nicht mehr so einfach möglich.

Demgegenüber standen die Handwerke für den gewerblichen Bedarf mit einem Plus von 5,2 Prozent etwas besser da als bundesweit (+4,4%). Das Kfz-Gewerbe konnte seinen Umsatz immerhin um 2,7 Prozent steigern. Spannend wird die Umsatzentwicklung im vierten Quartal, wenn die Lieferverzögerungen auf Grund der neuen Abgasnorm voll durchschlagen. Einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichneten die Nahrungsmittelhandwerke mit minus 4,1 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Fleischer, deren Umsätze um 6,2 Prozent zurückgingen. Im Gesundheitshandwerk steigen die Umsätze um 2,8 Prozent, bei den persönlichen Dienstleistern ging die Umsatz um 0,7 Prozent zurück.

Im zulassungsfreien Handwerk stiegen die Umsätze um 3,7 Prozent. Die Zahl der tätigen Personen blieeb gegenüber dem Vorjahresquartal konstant.

Quartalsdaten beim Statistischen Landesamt